Früher™ wurde das SQL Server Management Studio (SSMS) noch mit dem SQL Setup ausgeliefert. Inzwischen ist es aus dem Installationspaket herausgeflogen, muss also erstmal separat heruntergeladen werden. Auch die Aktualisierungsintervalle wurden deutlich beschleunigt. Was bei Mobile Apps meist noch ganz gut funktioniert, auch wenn es selbst da schon manchmal nervt, hat bei Serverkomponenten in der Realität einige Tücken. Beispielsweise findet man sich häufig dabei wieder ein knapp 800 MB großes Setuppaket herunterzuladen und zu installieren, weil die Updatebenachrichtigung gerade mal wieder genervt hat. Viel schlimmer ist aber das die Qualität leider gefühlt nachgelassen hat, weil man ja schneller eine korrigierte, neue Version rausfeuern kann.  Früher mussten die Versionen bis zum nächsten Service Pack halten und das taten sie auch. Die folgenden Probleme sind mir im SSMS 17.1 aufgefallen:

  • Kein Zugriff auf die Datenbankeigenschaften bei DBs in Verfügbarkeitsgruppen, es tritt eine Fehlermeldung auf.
  • Kein manueller Failover mit Datenverlust über den Assistenten möglich. Der stürzt ab.
  • Diverse Abstürze, meist bei geöffnetem HADR-Dashboard.
  • Der Script-Button führt in manchen Masken die ausgewählte Funktion direkt aus, statt nur das Skript zu erstellen.
  • uvm.

Alles in allem ist das sicherlich kein Beinbruch, aber vielleicht sollte Microsoft es zumindest beim SSMS mal wieder etwas langsamer angehen lassen. Oder die Downloadgröße eindampfen.

P.S.: Beim Download am Besten direkt zur amerikanischen Version (en-us) greifen, die ist aktueller als die deutsche Übersetzung.