Auswertung von Kennzahlen, Erstellung von Reports, Visualisierung der Daten – all das sind Bestandteile einer modernen BI-Lösung. Brauche ich wirklich einen Controller bzw. eine Controlling Abteilung im Unternehmen, die das Ganze für die Führungsebene eines Unternehmens koordiniert und im Blick behält? Diese Frage habe ich mir schon des Öfteren gestellt, wenn es an die Fragestellung geht, wer für mich vertrieblich der richtige Ansprechpartner für BI-Thematiken in einem Unternehmen ist. Heutzutage ist es doch viel eher so, dass sich Vertriebler, Abteilungsleiter, Geschäftsführer oder Inhaber ihre Kennzahlen selbst aus dem IT-System ziehen können und daraus Schlüsse ziehen wollen. Gibt es wirklich einen Grund am klassischen Controlling festzuhalten oder werden Controllingabteilungen in Zukunft überflüssig? Bei der Suche nach der Antwort auf diese Frage bin ich auf die Studienergebnisse des WHU Controller Panels zum Thema IT im Controlling gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Der Artikel ist also eine kleine Zusammenfassung über die Rolle des Controllings und wie diese sich verändert.

Meine oben gestellten Fragen werden in den Ergebnissen der Studie eindeutig beantwortet. “Das Controlling wird seine Bedeutung nicht verlieren.”¹ Die Rolle des Controllings wird sich nur etwas verändern, wie die folgende Grafik zeigt.

Grafik: Veränderung der Aufgaben für das Controlling

Die Datenanalyse und Kommunikation der Ergebnisse treten durch IT Tools in den Vordergrund – die Datenbeschaffung und deren Aggregation treten dafür aber in den Hintergrund. Durch diese Veränderung wird die Arbeit des Controllers natürlich nicht überflüssig sondern hilft dem Mitarbeiter nur seine Aufgaben effizienter und präziser zu lösen.

Der Einsatz von guten BI-Tools durch das Controlling fördert die Kommunikation zwischen Controlling und Führungsebene

Durch den Einsatz von Tools wie Tableau, Yellowfin oder auch anderen wird die Datenqualität entscheidend verbessert. Diese Verbesserung sorgt natürlich auch dafür, dass die Resultate genauer sind und somit Vorraussagen durch das Controlling präziser getroffen werden können. Die Problemlösung und das Maßnahmenmanagement gewinnen an Bedeutung und stärken die Position des Controllings enorm. Ein weiterer Fact an dieser Stelle ist, dass das Controlling unternehmensintern typischerweise so wichtig ist, dass es gar nicht zur Debatte steht dem Trend des Outsourcings für diese Abteilung zu folgen. Bei anderen Abteilungen sieht das oft anders aus. Die BI-Tools helfen die Prozesse im Controlling nachhaltig zukunftsfähig zu machen und damit effizienter zu gestalten.

Fazit:

Die Aufgaben von Controllern verlagern sich mit der Nutzung von BI-Tools. Datenanalyse und Reporting an die Führungsebene treten in den Vordergrund, da die Tools die Datenbeschaffung deutlich simpler darstellen können. Das Controlling gewinnt also in einer Unternehmung immer weiter an Bedeutung. Für mich als Vertriebler ist das sehr praktisch. Meine Ansprechpartner für die BI-Thematiken werden also weiterhin die Controller sein, aber selbstverständlich auch Entscheider wie die obere Führungsebene um CFO und CEO.

Weitere Informationen findet Ihr direkt in meiner Quelle bei Haufe oder direkt bei der WHU.

¹ nach Haufe Online Redaktion Stand: 21.06.16